Keith Haring: Ohne Titel, Pastenfarbe auf Zucker (2018)

Sag niemals nie. Von Anfang an habe ich bemalte Torten bewundert und mir gedacht, dass das etwas ist, was ich nie machen werde. Ich kann schon auf Papier nicht wirklich malen, wie soll das dann erst auf einer Torte aussehen. Da kann man sich auch keine Fehler leisten.

Tja 🙂 Und jetzt hab ich’s doch gemacht.  

Zugegeben, ich habe keinen Pfau freihand auf eine Torte gemalt. Mir gefallen Bilder von Keith Haring gut und sie sind auch für Anfänger geeignet. Für diese Torte habe ich mir „Untitled 1983 (Multicolored characters)“ ausgesucht. Die Männchen sind auch praktisch, weil Abweichungen in Länge, Proportion und Winkel nicht auffallen. Da ich mal wieder so viele neue Dinge wie möglich unterbringen wollte ist der Kuchen außerdem in Form einer Halbkugel.

Es ist ein Aprikosenkuchen mit einer Mascarpone-Zimtcreme, jedenfalls in der Theorie. Es war zwar sehr lecker, aber weder die Aprikose noch den Zimt konnte man im Endprodukt herausschmecken. Damit die Kuppel auch noch nach dem Füllen da ist habe ich die Backform verwendet. Wo ich die Bilder so nebeneinander sehen, fällt mir auf, dass sich der Kuchen etwas gesetzt hat. Man sollte also bei sowas wohl eher festere Kuchen nehmen.

Im Gegensatz zum Schichten ist eine Halbkugel mit Fondant zu überziehen richtig leicht, das Bemalen weniger. Bei den Figuren habe ich ein bisschen geschummelt und sie durchgepaust. Am besten geht das, wenn sie einzeln sind wegen der Krümmung. Die Linien sieht man besser, wenn man sie mit einem Stift nachzieht. Dafür sind Lebensmittelfilzstifte praktisch. Mit ein paar Tropfen Vodka werden aus Pastenfarben Malfarben. Man muss schnell sein, weil der Alkohol in kürzester Zeit verdunstet. Allerdings ist man auch im Vergleich zu anderen Dekorationen schnell fertig, obwohl man nicht wirklich etwas vorbereiten kann.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen und ich werde in Zukunft öfter zum Pinsel greifen. Vielleicht hatte Cake Boss Buddy doch recht: Nur weil mal sonst nicht malen kann, heißt das nicht, dass man es nicht auf einer Torte kann.

(Aprikosen)Kuchen mit (Zimt)Creme

für den Kuchen:
1/2 Rezept Wunderkuchen von gloriatorin mit Aprikosensaft, für eine ⌀18 Halbkugelform

  • 2 Eier
  • 100g Zucker
  • 100ml Aprikosensaft
  • 100ml Öl
  • 150g Mehl
  • 1/2 Päckchen Backpulver

Eier mit Zucker gut schaumig schlagen. Aprikosensaft und Öl kurz unterrühren. Backpulver mit Mehl vermischen und reinsieben. Sehr kurz alles mit dem Rührgerät verrühren, nur bis kein Mehl mehr zu sehen ist. Sonst ist die ganze Luft wieder aus dem Teig.
Den Teig in eine gefettete Form geben und bei ca. 160° Umluft oder 180° O/U 35-40 Minuten backen. Da Halbkugelformen anders backen unbedingt an mehreren Stellen eine Stäbchenprobe machen.

Das Ergebnis schmeckt zwar gut, aber leider nur bedingt nach Aprikose (also eigentlich gar nicht), selbst wenn man die Böden mit Saft tränkt.

für die Füllung:

  • 200g Mascarpone
  • 100g Magerquark
  • 50g Zucker (je nach Geschmack)
  • etwas Vanille
  • min. 2 TL Zimt
  • etwas Aprikosensaft

Alle Zutaten zusammen aufschlagen und abschmecken. Es muss sehr nach Zimt schmecken, sonst geht das später verloren. Falls die Creme noch zu fest ist etwas mehr Saft dazugeben.

Kuchen mit Creme in eingefetteter Halbkugelform einschichten. Dabei jede 2. Kuchenschicht nicht verwenden, weil sonst die Form nicht stimmt. Vor dem Auslösen gut kühlen bis anfrieren.

für die Ganache:

  • 100g Vollmilchschokolade
  • 40ml Sahne

für die Deko:

  • 250g weißer Fondant
  • ausgedruckte Bilder von Keith Haring
  • Dresden Tool
  • schwarzer Lebensmittelfarbstift
  • verschiedene Lebensmittelfarben in Pastenform
  • Vodka
  • feiner und breiter Pinsel

Torte mit Fondant überziehen und im Kühlschrank etwas antrocknen lassen. Einzelne Figuren ausschneiden und mit dem Dresden Tool die Umrisse nachziehen. Die Linien mit dem Stift nachziehen und die Bewegungslinen einfügen. Mit ein paar Tropfen Vodka die Pastenfarben zu Malfarben anrühren und damit die Figuren anmalen. Man muss schnell sein, weil der Alkohol verdunstet. Abschließend mit einem feinen Pinsel und schwarzer Farbe die Linien um die Figuren nochmal nachziehen.

Tipp: Unfälle beim Anmalen kann man mit Vodka und Wattestäbchen beseitigen (s. die blaue Figur).

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