MeerTorte

Sommer, Sonne, Strand. Was mich aber schon länger gereizt hat liegt unter den Wellen. Bunte Unterwasserwelten auf Torten sind nicht nur faszinierend sondern auch praktisch um diese vielen kleinen Farbreste loszuwerden. Nur wo bringt man einen Kuchen her ohne Ofen?

Natürlich bekommt die Freundin, die mich auch Cake Boss gebracht hat (damit hat ja alles angefangen), von mir eine Torte zum Geburtstag. Leider war ich aber zu dem Zeitpunkt backofenlos. Meine Oma brachte mich mit Kindheitserinnerungen an Mürbekuchen aus der Pfanne auf die Idee mal nach geeigneten Rezepten zu suchen. Das einzige, dass ich fand habe ich dann ganz mutig (und etwas skeptisch) ausprobiert. Der Kuchen ist genial geworden, ganz abgesehen davon, dass er so abenteurlich gebacken wurde. Gut, unten war er schwarz und oben roh, aber dazwischen perfekt. Ich hab sehr viel genascht beim zuschneiden. Wegen der kleinen Pfanne wurde es wieder eine Minitorte.

Diesmal wollte ich den ganzen Kuchen mit Buttercreme eintreichen, ganz ohne Ganache. Ob ich das jedoch so schnell nochmal mache, glaube ich nicht. Das Dekorieren war nervig, weil man dauernd den Kuchen wieder kaltstellen muss. Der Fondant war sehr nass und klebrig durch das Kondenswasser, da bevor er trocknen konnte die Creme wieder zu weich war. Zum Teil war wahrscheinlich die Buttercreme schuld, die nicht so fondanttauglich ist wie behauptet. Lecker ist das Rezept trotzdem und besonder gut im Kalorien verstecken. 😉

Ich habe das Internet auf den Kopf gestellt nach Ideen und Anleitungen für alles mögliche, was man so auf dem Meeresboden finden kann. Da gibts soo viel, das es nicht alles auf die Torte geschafft hat. Das Grünzeugs geht ganz schnell, einfach gedrillte Dreiecke. Schwämme sind auch super. An denen kann man Aggressionen abbauen, wenn man mit verschiedenen Modellierwerkzeugen draufeinsticht. Je nach Werkzeug entsteht ein anderes Muster. Das andere war deutlich kniffliger. Eine Anemone ohne Extruder basteln ist eine Geduldsprobe. Essbare Kiesel kleben übrigens mit Wasser ganz schlecht. Da hätte ich wahrscheinlich Zuckerkleber gebraucht. Auch Lebensmittelfarbstifte halten auf denen ganz schlecht. Der Überzug ist blau-weiß marmorierter für einen Wasser-/Welleneffekt. Auf essbaren Sand hatte ich auch schon länger Lust. Für einen realistischeren Look verschieden braune feine Kekse, trockenen Biskuit etc. zerkrümeln und mit Zucker mischen für das Glitzern im Sand. Rund um den Kuchen habe ich zuerst aus Fondant den Meeresboden modelliert und ganz am Ende kam dann der Sand drauf. Das war ein bisschen nervig. So eine Torte ist gut anpassbar an die Zeit, die man hat, weil man immer mehr oder weniger/einfachere Deko machen kann.

Beim Transport herrschte Tortenwetter extrem. Passend zum Thema musste die Torte auch etwas schwimmen. Gut, dass ich schnell vorher noch Bilder gemacht habe. Das Seegras fing an wegen der Feuchtigkeit zu „welken“. Das ist der große Nachteil, wenn man mit Rollfondant statt Modellierfondant oder Blütenpaste arbeitet. Der Glanz auf der Oberfläche sah aber echt gut aus als Wassereffekt. Insgesamt lief es sonst erstaunlich gut, besonders der „Sand“ ist geblieben wo er war.

 

Chiffonbiskuit mit Schokobuttercreme

für den Kuchen:
für eine beschichtete Pfanne Ø 25-28cm, nach dem Rezept von Sachirepi (englisch), mit meinen Abwandlungen/Verbesserungen

  • 3 Eier
  • 1 Prise Salz
  • 1 TL Zitronen“saft“
  • 60g Zucker
  • 3 EL Wasser
  • 3 EL Öl
  • 80g Kuchenmehl (Mehl+Stärke, ich hatte als Stärke nur Puddingpulver)

Eier trennen. Eiweiß mit Salz und Zitrone steif schlagen. Eigelb mit Zucker weißschlagen. Wasser, Öl und Mehlmix unterrühren. Eiweißmasse Stück für Stück unterheben.
Boden der Pfanne mit Backpapier auslegen und den Teig einfüllen. Jetzt kommt der Teil wo ihr experimentieren müsst, weil es bei mir nicht so ganz geklappt hat. Das Originalrezept redet von 17-20min bei 170°C auf einer Seite backen. Ich würde auf jeden Fall wenden und am Anfang einen Deckel drauf machen. Keine Ahnung was für eine Temperatur die Herdplatte hatte, aber man muss echt vorsichtig sein, dass einem das Backpapier nicht abraucht. Aber auf jeden Fall eine gute Lösung für Backofenlose.

für die Füllung:
1/4 „fondanttaugliche“ Puddingbuttercreme von Tortenzwergal in Zartbitter

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2 Gedanken zu “MeerTorte

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